
In unserer Klinik dient der erste Besuch der Beratung. Dabei werden Sie untersucht und eine Panorama-Röntgenaufnahme angefertigt. Diese Untersuchung dient der Bestimmung der Art der Zahnfehlstellung und der Beurteilung Ihrer Gesichtszüge. Anhand der Untersuchung und der Panorama-Röntgenaufnahme beurteilen wir den Zustand Ihrer Zähne und Ihres Zahnhalteapparates sowie die Anzahl und Beschaffenheit nicht durchgebrochener Zähne. Im Rahmen dieses Termins stellen wir Ihnen einen vorläufigen Behandlungsplan und die damit verbundenen Kosten vor. Patienten, deren Zähne vollständig verheilt sind und die keine pathologischen Knochenveränderungen aufweisen, sind für eine kieferorthopädische Behandlung geeignet. Einige Patienten benötigen vor dem Einsetzen einer Zahnspange die Beratung und Behandlung durch andere Spezialisten, wie z. B. einen konservierenden Zahnarzt, Parodontologen, Chirurgen oder Endodontologen.
Der nächste Termin ist ein Diagnosetermin. Bei diesem Termin wird eine Fernröntgenaufnahme des Schädels (seitliche Ansicht) angefertigt, um die Position der Zähne im Verhältnis zum Schädelknochen zu bestimmen. Außerdem werden Abdrücke von diagnostischen Modellen genommen und digitale Fotos von Gesicht, Profil und Gebiss des Patienten erstellt, um die Gesichtszüge sowie die Position und den Zustand der Zähne vor der Behandlung zu beurteilen und zu dokumentieren. Nach Abschluss dieser Verfahren und Auswertung der Ergebnisse erstellen wir einen finalen Behandlungsplan. Dieser berücksichtigt die Erwartungen des Patienten sowie die Beurteilung des Bisses und der Gesichtskonturen, wie z. B. die Position von Kinn und Lippen sowie den Grad der Mittelgesichtsprotrusion.
Beim dritten Termin setzen wir die Zahnspange ein. Bei festsitzenden Zahnspangen setzen wir in der Regel zunächst eine Spange ein, die zweite folgt beim nächsten Termin. Dies reduziert den Tragekomfort und erleichtert die Eingewöhnung. Anschließend erklären wir dem Patienten ausführlich die Notwendigkeit und die Methoden der richtigen Mundhygiene, die Einhaltung einer geeigneten Ernährung und den Termin des nächsten Termins.
Wir bieten auch Nachkontrolltermine an.
Kontrolltermine für festsitzende Zahnspangen finden alle 4–7 Wochen und für selbstligierende Zahnspangen alle 6–8 Wochen statt. Bei diesen Terminen überprüft der Kieferorthopäde den Behandlungsfortschritt und passt den Druck des Metallbogens auf die Zähne an, um deren Bewegung in die richtige Richtung zu steuern. Wird dies vernachlässigt, kann der Behandlungserfolg beeinträchtigt werden. Festsitzende Zahnspangen müssen durchschnittlich 1,5 bis 2,5 Jahre getragen werden. Nichts sollte überstürzt werden, da zu viel Druck auf die Zähne oder ein zu häufiger Austausch der Apparaturkomponenten die Zähne schädigen kann. Die Behandlungsdauer hängt jedoch von der Zahnfehlstellung und dem Alter des Patienten ab. Manchmal dauert die Korrektur einer Zahnfehlstellung 2,5–3 Jahre.
Kieferorthopädische Behandlung – Schritt für Schritt
Die kieferorthopädische Behandlung ist ein mehrstufiger Prozess und erfordert eine individuelle Betreuung jedes Patienten. Gut geplante Eingriffe korrigieren nicht nur effektiv Zahnfehlstellungen, sondern sichern auch den langfristigen Behandlungserfolg. Im Folgenden stellen wir den Ablauf einer kieferorthopädischen Behandlung vor, vom ersten Besuch bis zum Behandlungsende.
Erster Besuch – kieferorthopädische Beratung
Die Behandlung beginnt mit einem Beratungsgespräch, das für den weiteren Behandlungsverlauf entscheidend ist. Dabei führt der Arzt ein ausführliches Gespräch und eine Untersuchung des Mund- und Kieferbereichs durch. Zusätzlich wird eine Panorama-Röntgenaufnahme angefertigt.
Auf dieser Grundlage können wir:
- Art und Schweregrad der Zahnfehlstellung bestimmen
- Den Zustand der Zähne und des Zahnhalteapparats beurteilen
- Etwaige Anomalien wie retinierte Zähne oder Knochenveränderungen feststellen
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Analyse der Gesichtszüge des Patienten. Sie ermöglicht eine Behandlungsplanung, die sowohl funktionelle als auch ästhetische Aspekte berücksichtigt.
Im Anschluss erhält der Patient einen vorläufigen Behandlungsplan mit den voraussichtlichen Kosten. Es ist wichtig zu wissen, dass eine kieferorthopädische Behandlung nur bei gesunden Zähnen – frei von Entzündungen oder anderen Zahnerkrankungen – möglich ist. In manchen Fällen ist die vorherige Zusammenarbeit mit anderen Spezialisten, wie beispielsweise einem Zahnarzt für Zahnerhaltung, einem Parodontologen, einem Chirurgen oder einem Endodontologen, erforderlich.
Diagnostiktermin – Detaillierte Analyse
Der nächste Schritt ist eine umfassende Diagnostik, die eine präzise Behandlungsplanung ermöglicht. Im Rahmen dieses Termins werden zusätzliche Untersuchungen durchgeführt und die Krankenakte ausgewertet.
Dazu gehören:
- Fernröntgenaufnahme (seitliche Schädelaufnahme) zur Beurteilung des Verhältnisses von Zähnen zu Knochenstrukturen
- Zahnabdrücke zur Erstellung diagnostischer Modelle
- Fotos von Gesicht, Profil und Gebiss
Die erhobenen Daten ermöglichen eine detaillierte Analyse der Bisslage und der Gesichtsproportionen, wie z. B. der Position von Kinn, Lippen und Mittelgesicht. Darauf basierend wird ein individueller Behandlungsplan entwickelt, der sowohl die medizinischen Bedürfnisse als auch die Wünsche des Patienten berücksichtigt.
Einsetzen der Zahnspange
Beim dritten Termin beginnt die eigentliche Behandlung mit dem Einsetzen der Zahnspange. Bei festsitzenden Zahnspangen erfolgt das Einsetzen häufig in zwei Schritten – zuerst an einem Zahnbogen, dann am anderen. Dieses Vorgehen reduziert den Tragekomfort und erleichtert die Eingewöhnung.
Nach dem Einsetzen der Zahnspange erhält der Patient ausführliche Anweisungen zu:
- Mundhygiene
- Ernährungsempfehlungen (Vermeidung harter und klebriger Lebensmittel)
- Pflege der Zahnspange
Auch in dieser Phase ist die Mitarbeit beim Zahnarzt entscheidend, da die richtige Mundhygiene und die Einhaltung der Anweisungen den Behandlungsverlauf direkt beeinflussen.
Nachkontrolltermine und Bracket-Aktivierung
Regelmäßige Nachkontrolltermine sind ein wesentlicher Bestandteil der kieferorthopädischen Behandlung. Bei festsitzenden Zahnspangen finden sie in der Regel alle 4–7 Wochen statt, bei selbstligierenden Zahnspangen alle 6–8 Wochen.
Bei diesen Terminen:
- beurteilt der Kieferorthopäde den Behandlungsfortschritt
- passt er die Kraft des Drahtbogens an
- tauscht er die Bracket-Komponenten aus
Durch diese kontrollierte Krafteinwirkung werden die Zähne schrittweise in die richtige Position gebracht. Unregelmäßige Termine können die Behandlung deutlich verlängern und sogar den Behandlungserfolg beeinträchtigen.
Dauer der kieferorthopädischen Behandlung
Die durchschnittliche Behandlungsdauer mit festsitzenden Zahnspangen beträgt 1,5 bis 2,5 Jahre, kann sich in manchen Fällen aber auf bis zu 3 Jahre verlängern. Dies hängt hauptsächlich ab von:
- Art und Schweregrad der Zahnfehlstellung,
- Alter des Patienten,
- individueller Reaktion des Körpers auf die Behandlung.
Es ist wichtig zu betonen, dass dieser Prozess nicht künstlich beschleunigt werden sollte. Zu hohe Kräfte auf die Zähne oder zu häufige Anpassungen der Zahnspange können zu Schäden an den Zähnen und dem Zahnhalteapparat führen.
Retentionsphase – Festigung des Behandlungsergebnisses
Nach Abschluss der aktiven Behandlung beginnt die Retentionsphase, die der Festigung des erzielten Behandlungsergebnisses dient. Dies ist ein äußerst wichtiger Schritt, da die Zähne auf natürliche Weise dazu neigen, in ihre ursprüngliche Position zurückzukehren.
Hierfür werden folgende Hilfsmittel eingesetzt:
- Festsitzende Retainer (werden an der Innenseite der Zähne befestigt)
- Herausnehmbare Retainer (werden nachts getragen)
Die Dauer der Retentionsphase ist individuell unterschiedlich. In vielen Fällen wird jedoch eine langfristige Anwendung empfohlen, um die Stabilität des Behandlungsergebnisses zu gewährleisten.
Zusammenfassung
Eine kieferorthopädische Behandlung ist ein Prozess, der Zeit, Konsequenz und die Zusammenarbeit mit dem Zahnarzt erfordert. Jeder Schritt – von der Beratung über die Diagnose bis hin zur Behandlung und der anschließenden Stabilisierung – ist entscheidend für das Endergebnis. Moderne Methoden ermöglichen es, nicht nur ein schönes Lächeln zu erzielen, sondern auch die Gesundheit und Lebensqualität des Patienten zu verbessern.









